Blau macht glüklich

Am letzten Wochenende im April hab ich mir ein Kurventraining im relativ nahegelegenen Papenburg auf der ATP Teststrecke gegönnt. Peter hat mir noch fix ein neues Federbein und einen Satz Gabelfedern von Wilbers eingebaut – also die besten Voraussetzungen um das neue Fahrwerk einzufahren und um das Ding auf Herz und Nieren zu prüfen.

Blue Line - Blau Macht GlücklichEin Nebeneffekt von der Modifikation ist auch das ein Mopped nun um etliche Zentimeter höher gekommen ist – damit gibt es etwas mehr Freiheit in der Schräglage

Zunächst einmal liegt die Hornet nun deutlich “satter” auf der Strasse. Außerdem wirkt die Kiste auch in der Kurvenlage deutlich stabiler. Hat aber erst mal icht viel zu sagen, also ab auf den Rundkurs.

Mit dem Wetter haben wir mal wieder richtig Schwein gehabt – Silke und ich snd am Samstag nach dem Regen eingetroffen und am Sonntag blieb es bei ca. 16-18 Grad den ganzen Tag lang trocken. Beste Bedingungen also um auf der Hornet ein wenig zu turnen.

Der Handlingkurs in Papenburg befindet sich auf dem Prüfgelände – Fotos oder gar Filme kann man da leider nicht machen,sonst droht lebenslanges Hausverbot. Ist für mich zwar nicht schön, aber irgendwie verständlich da hier ja die Erlkönige getestet werden. Und außerdem will ich ja keine Landschaftsaufnahmen machen, sondern mein neues Fahrwerk testen.

Die Strecke selbst ist relativ eben und Grip ohne Ende – nix was einem Sorgen bereiten müßte. Ein Manko ist allerdings das es keine Curbs gibt uns die Strecke sofort im Kiesbett endet. Sehr schön ist die Tatsache das unsere Gruppe doch sehr klein geraten ist. Inklusive Instruktor hühnern in unserer Gruppe gerade mal 5 Moppeds um die Strecke. Vor der Mittagspause hatten wir die 4er Gruppe sogar in eine 2er Gruppe aufgespalten. Unser Instruktor Thorsten hat immer die richtige Geschwindigkeit getroffen – gerade auch dann wenn mal einer von uns noch nicht auf der Höhe der Zeit war. Fordern, aber nicht überfordern. So kann ich den ganzen Tag um die Strecke schippern ohne komplett an das persönliche Limit gehen zu müssen.

Zum Thema Fahrwerk:

Ein ganz neues Mopped hab ich nicht unterm Hintern – ist aber schon verdammt nah dran. Der Kurs in Papenburg ist für das Fahrwerk meines Erachtens zwar nicht besonders anspruchsvoll, da das Ding fast so platt ist wie die gesamte Gegend da oben, aber so ein paar Dinge waren doch schon deutlich zu sehen.

Handlingkurs PapenburgZum einen gibt es eine schnelle Passage hinter der Ameisenkurve bei der im höheren Tempo die Richtung geändert wird – und wenn ich das recht in Erinnerung habe gibt es nach der Mobilkurve eine kleine Senke; im Anschluß daran hühnert man in der Agipkurve über zwei kleine “Hubbel” hinweg. Bei der zuerst beschriebenen Richtungsänderung zieht die Hornet jetzt wie an der Schnur gezogen durch die Kurvenkombi – vorher wäre dieses Manöver sicherlich mit einem leichten Schlingern quittiert worden. Davon ist jetzt rein gar nix zu spüren.

Die kleine Senke wird auch flüssig durchlaufen, ohne das der Bock zu tief in die Federn gedrückt würde – danach freut man sich hart zu Verzögern und die Sachskurve anzugehen. Obwohl diese Strecke nicht wirklich anspruchsvoll ist wäre im verschärften Touristentempo mein altes Fahrwerk sicherlich an seine Grenzen gekommen. Jetzt machen die neuen Bauteile Ihren Job und ich kann fast tiefenentspannt im Kreis fahren.

Am Ende des Tages stehen bei mir ca. 220km Handlingkurs in Papenburg auf der Uhr. Meine Pilot Power haben mal wieder eine bestimmungsgemäße Verwendung erfahren und sehen aus wie Reifen aussehen sollen. Und ich hab mal wieder ein breites Grinsen im Gesicht und die Endorphine im Körper werden wohl auch noch ein wenig länger anhalten. Die Investition in die Blueline von Wilbers und in das Instruktor geführte Training haben echt gelohnt. Ein Wochenende und fast 600km auf dem Mopped – Blau macht einfach glücklich :-)

Sicherheitstraining erfolgreich absolviert

Karfreitag – nix zu feiern, dafür aber mit dem Mopped zum Sicherheitstraining. Start 8.30 – allerdings hatte unser Instruktor HoGü die Info das es erst um 9.00 losgehen soll. Also erstmal noch nen Pott Kaffee getrunken und mit den anderen Teilnehmern auf HoGü gewartet, der in ruhiger Eile die restlichen Pylonen aufgestellt hat,

Trotz mieser Aussichten blieb uns der Wettergott hold und sogar Sonne haben wir in der zweiten Tageshälfte gesehen. Der Tag war durchaus erfolgreich: Bin wieder etwas lockerer in der Hüfte – Ausweichen ist überhaupt kein Problem und Bremsen aus Tempo 80 geht auch an der Grenze des physikalisch machbaren.

Großes Lob an das Verkehrssicherheitszentrum in Bielefeld. Guter Instruktor, top Strecke – und damit einen guten Tag verbracht und knapp 70km beim Sicherheitstraining gemacht. HoGü hat das ganze locker gestaltet und Spaß hat das obendrein auch noch gemacht. Daumen hoch!

 

 

Sie läuft noch und ich fall nicht runter!

18°, Sonnenschein und mein Mopped fährt noch – diese Woche war ich zum ersten Mal unterwegs. Freitag, Samstag und Sonntag hab ich es geschafft den Bock zu bewegen! Was für ein Gefühl! Die Maschine hat mich noch lieb – angesprungen ist Sie, fährt sich noch gut und ich fühle mich auch nicht zu steif auf dem Bock.

Die kleine Tour von heute war mit 200km zwar nicht lang, hat aber erst mal gereicht. Statt auf den Köterberg sind Silke und ich auf einen kleinen Flugplatz in der Nähe von Höxter getingelt. Schöne Aussicht, ein gutes Cafe und auch nicht so überlaufen wie der Köterberg um die Ecke.

Um meiner Hornet auch ein klein wenig liebe entgegen zu bringen, habe ich mich heute entschlossen ihr dieses Jahr noch ein neues Wilbers Federbeinchen und einen Satz neuer Gabelfedern zu spendieren. Morgen werde ich erstmal Peter anrufen und dann soll er mir die Dinger besorgen und einbauen. Auch wenn ich nicht mehr so vielwie früher fahre, kann ich meinem Möppi (und mir) noch was Gutes gönnen.

Musik

klang gerade eben in meinen Ohren!

Meine kleine blaue Hornet hat mich immer noch lieb. Ich wollte gerade mal testen ob die Batterie schon an die Herz- Lungenmaschine angeschlossen werden muß. Die Intensivstation war schon vorbereitet – aber siehe da: Den Liebesentzug der letzten Monate und den derben Kälteeinbruch hat mein Schätzchen gut überstanden. Einmal kurz auf den Anlasser gedrückt und schon war der Motor auf Touren :-)

Jetzt muß es nur noch ein kleni wenig wärmer werden und dann verspreche ich auch hoch und heilig meine Reifen ein klein wenig laufen zu lassen.

Sehnsucht – es ist mal wieder so weit…

gefühlte -36° in Deutschland und ich hab keine Ahnung um mein Mopped mich noch lieb hat :-(

Mal schaun ob die kleine morgen noch willig ist den Motor zu drehen. Ich fühl mich da ja auch schon echt schuldig. Nach der großen Tour im Sommer hab ich irgendwie keine Gelegenheit mehr gefunden meiner Hornet ein klein wenig Liebe zu erweisen.

Und in diesem Jahr wird es auch nicht besser werden. Mein Terminplan läßt irgendwie kaum Urlaub zu – ich bin zwar viel unterwegs, aber eben ohne Mopped.

Vorgaben erfüllt!

Nach den paar Tagen sind wir endlich wieder zu Hause und die anvisierte Marke von 5.000 km wurde tatsächlich geknackt. Der Satz Reifen durfte nach knapp über 5.200km runter und jetzt hab ich wieder neue Pellen drauf. Eine kurze Zusammenfassung findet sich unten und evtl. werd ich die Bilder, Details der Touren und ein oder zwei Videos im Laufe der nächsten zwei Wochen online stellen – jetzt ist erst mal wieder arbeiten angesagt…

Highlights der Tour:

  • Der Sonnenofen in Odeillo – mit bis zu 3500°C der wohl heißeste Ort in den Pyrenäen – im übrigen nicht zu verwechseln mit dem Solarkraftwerk, was quasi direkt um die Ecke in Targasonne steht
  • Historische Innenstadt von Ainsa – die Altstadt ist wirklich sehenswert wenn man denn auch die richtigen Parkplätze findet
  • N115 von Amelie-les-Bains nach Prats-de-Mollo
  • N115 / C38 von Prats-de-Mollo nach Ripoll
  • N152 / N260 Ribes de Freser nach Andorra – nicht nur die Straße, nein auch die Benzinpreise haben es hier in sich: 1,26€ für den Liter Super Plus. Nur dumm, das der Tank der Hornet soo klein ist.
  • Die kleinen, schnuckeligen Straßen die man noch nicht mal mit Google Maps so richtig planen kann
  • Chez Jo – Moppedkneipe mitten in den Bergen von Portet d’Aspet, super Bedienung und man geht bestimmt nicht hungrig wieder raus. Auch wenn man eigentlich nur mal aufs Klo will. Im Übrigen spielt es in dieser Gegend auch keine Rolle wie man sein Entrecote bestellt. Irgendwie kommt es immer fast roh auf den Teller – aber wer Fleisch mag, für den ist es ganz lecker.
  • Der wohl beste Concierge der Tour im Best Western in Carpentras
  • Gorges de l’Ardeche, zwat touristisch überlaufen, aber wer es gerne schnell mag, der kann da auch mal rüber. Und die Aussicht ist an einigen Stellen echt gut
  • Der Berg des Windes – Mont Ventoux. Wenn mal denn was zu sehen bekommt bestimmt ganz toll. Allerdings Windig ohne Ende und wir hatten leider Nebel.
  • Hotel Sturm in der Rhön. Einfach ein schönes Hotel für Moppedfahrer mit Sauna und Wellness für den geschundenen Körper

Nicht ganz so empfehlenswert:

  • Meine dunkelste kulinarische Stunde hatte ich wohl in einer kleinen Bar – keine Ahnung wo das war – jedenfalls war die Senfsoße gut, aber das Hirn untendrunter war nicht ganz so nach meinem Geschmack. Nicht immer wird der Mut zu etwas Neuem und Unbekanntem belohnt.
  • Cellers – der wohl kleinste Ort der Welt. Wer hier das Hotel bucht, findet es genau zwischen zwei Ortsschildern. Ist eben ein kinderfreundliches Hotel für Touris aber wer eine gute spanische Küche erwartet ist hier fehl am Platz.
  • Cirque de Gavarnie – mit den höchsten Wasserfällen Frankreichs. Wer Zeit zum Wandern hat, der kann da sicherlich hin. Aber zum Moppedfahren um mal ‚kurz was mitzunehmen‘ taugt das gar nicht. Insbesondere am Ende des Sommers wo der ganze Schnee schon getaut ist.
  • Abflug auf dem Parklatz – WELCHER DEPP VERSUCHT AUCH SCHON AUF ROLLSPLITT MIT SCHRÄGLAGE ZU WENDEN? Den Splitt hab ich doch glatt für eine extrem griffige Straße gehalten. Und warum muss ein Mopped immer die Bordsteinkante hochrutschen? Alleine das zurückziehen des Bocks auf die Straße hat Kratzer in meiner Seele hinterlassen. Und der erste Gedanke meiner Frau galt: ….natürlich meinem Mopped!

Entspannung und Ruhe in Carpentras

So, schnell raus aus dem Hotel in Millau und ab nach Carpentras – die Route führt uns am Tarn entlang über den Mont Aigoual nach Florac und von dort über den Le Pont de Montvert über Genolhac und Villefort in die Gorges de l’Ardeche nach Carpentras.
Also immer brav der D901 folgen.
An und für sich eine recht unspektakuläre Route – insbesondere wenn man die Berge noch im Kopf hat. Aber für Anfänger ist das sicherlich ne schöne Strecke, da die Straßen im mittelprächtigen bis guten Zustand sind.
Und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, macht die Anfahr zum Col du Mas de’l Air -also der Abschnitt zwischen Villefort und Les Vans besonders viel Laune, da hier recht breite Strassen mit schnell wechselnden Kurven zu fahren sind.

Die Gorges de l’Ardeche sind eine wahre Augenweide, aber leider doch touristisch voll erschlossen und dem entsprechend auch überlaufen. Wobei überlaufen wohl das falsche Wort ist. Nur weil wir in den letzten Tagen so gut wie keinen Verkehr hatten und jetzt mal 20-30 Autos, bzw. Wohnmobile auf der Strecke stehen kommt einem das eben extrem voll vor. Und die Motorradguppe die wir überholen durften werden die Bielefelder wohl als rasende Rüpel in Erinnerung behalten – so wir wir die Gruppe als inakzeptables Verkehrshindernis betrachten. Wer FILMT denn während der Fahrt???
Also ich schon, aber das geht ja automatisch…

Naja, jetzt haben wir auch schon wieder Samstag und letztendlich mal einen Ruhetag eingelegt. Wobei das relativ zu sehen ist – die Böcke müssen ja bewegt werden, also kurz rüber und ‘ne Schlucht um die Ecke besucht um dann den Berg des Windes zu erklimmen. Bei leichtem Regen und vieeeel Wind machen wir dann doch noch insgesamt 100km. Was aber gemessen an den km der letzten Tage mit einem Ruhetag vergleichbar ist.

Der Wetterbericht für morgen ist eher auf Regen ausgelegt – aber die Tour führt uns auch ‘nur’ nach Grenoble und könnte mit 260km vergleichweise kurz werden…

Bodenkontakt

Was war denn das heute morgen – erst finde ich keine Strasse und als ich dann auf einem Parkplatz drehen wollte – ich war stolz wie ein Hühnerhabicht, das ich einen großen Parkplatz zum drehen gefunden hatte – da wirft es mich einfach hin.
Irgenwie hab ich den rollenden Split total übersehen. Dachte wohl das ist die Strasse mit Grip ohne Ende :-(
Immerhin ist nix weiter passiert – nur hab ich heute dem Rollsplit auf der Strasse etwas mehr Respekt entgegen gebracht, was auch letztendlich gar nicht so schlecht war.

Die heutige Tour hat uns von Revel nach Millau geführt. Silke hat sich eine Tour ausgesucht, die uns hauptsächlich an der D200 und dem Tarn langgeführt hat. Landschaftlich wunderschön, auch wenn die Strassen teilweise relativ klein sind, so ist doch der Zustand recht gut und lassen sich ausgesprochen gut fahren.

Das ‘Hotel’ in Millau hat zwar eine Wifi Vebindung, das ist aber auch so ziemlich das einzig positive – neben dem Preis. Irgendwie haben wir gestern nicht gesehen, daß das Zentrum von Millau doch einige Kilometer entfernt liegt. Aber auch das geht vorbei und morgen früh geht es dann nach Carpentras. Allerdings nehmen meine Befürchtungen zu, das mein Reifen, der jetzt gerade mal eine Woche auf der Felge verbracht hat, die deutsche Grenze kaum noch sehen wird. Aber ich lass mich doch gern positiv überraschen :-)

Entspannung ist angesagt

Gestern war unser Ruhetag und wir wollten ein klein wenig entspannen. Und was gibt es entspannenderes für einen Biker als auf dem Mopped zu sitzen?

Also rauf auf den Bock und kurz mal rüber zum Col de Tourmalet. Naja, fahrerisch ist das jetzt nicht soo die Pracht, aber die
Straßen sind gut ausgebaut und lassen sich gut befahren.

Also schnell Foto gemacht und rüber zum Col de Aspin – die Anfahrt ist deutlich anspruchsvoller und macht auch mehr Laune. Silke hat sich entschlossen kurz noch in den spanischen Teil der Pyrenäen (jaja, ich weiß ja das es nicht die Alpen sind!) abzubiegen und die A-138 auf Höhe von Escalona zu verlassen und eine der kleinen weißen Straßen zu befahren. Der Straßenbelag ist zwar etwas – schwierig – aber dafür ist der Ausblick genial. Eine kleine Schlucht, die sich über x km zieht und immer wieder neue Einblicke gewährt.

Am Ende der Schlucht geht es dann rechts ab auf die N260 – ein einziges Sahnestück! Schnelle Kurven, Kurvenwechsel und das über zig Kilometer. Ich sag ja: die spanische Seite ist deutlich besser zu fahren als die französische –und wenn man die um mindestens 20 Cent günstigeren Benzinpreise in Betracht zieht, dann fragt man sich warum man überhaupt nach
Frankreich fährt?!?

Wir machen uns also wieder auf Richtung Hotel über große Teile der D918 zurück – erstaunlich wie ein Berg doch über Nacht seinen Charakter verändern kann. Tags zuvor sind wir da noch im dichten Nebel langgefahren und jetzt im strahlenden Sonnenschein. Geht doch deutlich besser wenn man was sieht :-)

Dafür das wir eigentlich einen Ruhetag einlegen wollten, sind wir abends kurz vor 20 Uhr wieder im Hotel und ganz schön fertig. Aber es hat sich mal wieder gelohnt….

Heute ging es dann wieder weiter von Argelést-Gazost nach Revel. Mit der heutigen Tour verabschieden wir uns dann so langsam aus den Pyrenäen. Ist mir doch heute kurz nach der Abfahrt beim Tourmalet doch tatsächlich ein Lama? vor das Mopped gelaufen. Rinder und Schafherden kenn ich ja mittlerweile. Aber wo haben die Franzosen denn das Ding ausgegraben??

Naja – Straßentechnisch bewegen wir uns von einem Berg zum nächsten. Aber so richtig können die Strassen dann doch nicht mit der spanischen Seite mithalten.

Die spanischen Alpen

…liegen hinter uns. Auch wenn ich mir jetzt tagelang Silkes Spott anhören darf – man kan doch schon mal die Pyrenäen mit den Alpen verwechseln. Berge sind ja schließlich Berge und sehen alle irgendwie ähnlich aus.

Gestern haben wir erst einmal Kilometer gemacht und sind von Cellers nach Pamplona gefahren. In Spanien beteht irgendwie kaum ein Unterschied zwischen den roten, gelben und weissen Strassen. Fast alle Strassen sind in einem erstaunlich guten Zustand. Lediglich auf der Strecke nach Pamplona konnte man die großen Nationalstrassen erkennen – und es gibt sogar so etwas wie Autoverkehr!
Die ganzen letzten Tage sind wir kaum einem anderen Verkehrsteilnehmer begegnet. Das hat sich dann gestern ein klein wenig geändert.  Pamplona ist ein schönes kleines Städtchen und unser Hotel Yoldi ist zentral gelegen und hat einen guten Eindruck hinterlassen.

Aber wir sind ja nicht für Sightseeing nach Spanien gekommen – daher ging es heute morgen raus aus dem Labyrinth Pamplona und auf kleinen Umwegen über die N135 rüber nach Frankreich. Das Zwischenziel der heutigen Etappe ist Argelés-Gazost zwischen dem Col du Soulor und dem Col du Tourmalet gelegen. Hier in Frankreich ist dann der Strassenzustand auf den kleinen ‘weissen’ Strassen auch deutlich schlechter und damit anstrengender zu fahren als in Spanien. Auch trifft man in den Bergen neben den merkwürdigen Wesen auf Pedalgetriebenen Zweirädern (wie kann man da nur ohne Motor hochfahren?) auf allerlei Viehzeugs was die guten Straßen vollködelt und auch noch frech von links nach rechts hüpft.
Am meisten haben mich allerdings die Hütehunde überrascht die einfach faul auf der Straße gelegen haben und völlig unbeeindruckt vom Verkehr in der Sonne vor sich hin dösten.

Wir haben uns heute erst einmal dazu entschieden im Hotel zwei Tage zu verbringen. Morgen werden wir wohl eine “kleine” Runde drehen. Nicht das der Sprit im Tank anfängt zu verdunsten.

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