Shopping auf den HMT

Eigentlich bin ich ja nicht der Mensch für Shoppingtouren. Aber am Wochenende hab ich dann mal schnell auf den Hamburger Motorrad Tagen zugeschlagen.

Der Plan war ein deutliches Plus an Leistung. Daher hatte ich im letzten Jahr die S1000R sowie die MT10 Probe gefahren. Der Motor der MT10 ist ein Kraftpaket und der Klang macht süchtig. Aber irgendwie hatte mich das Handling nicht 100% überzeugt.

Bestellt hab ich mir auf der Messe die MT09 SP. Also quasi keine Änderung der Leistungsdaten – jedoch hab ich auf einen Schlag fast 20kg abgenommen. Und das sollte dann für noch mehr Handlichkeit sorgen. Jetzt darf der Händler erst noch etwas Zubehör verbauen und wenn die Temperaturen sich in einen vernünftigen Bereich begeben, werden ich den Bock in Hamburg abholen.

Jetzt fahre ich praktisch den gleichen Bock wie Silke. Nur in einer leicht anderen Bauform. Wenn mir DAS einer im letzten Jahr gesagt hätte. Glauben kann ich das immer noch nicht…

MT-09 bekommt Zubehör

Nie wieder werde ich mich melden um freiwillig Blinker aus dem Zubehörhandel an ein Mopped zu schrauben. Bei meiner Hornet war das ja in Klacks. Aber Silkes MT-09 ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Um die Blinker anzuschrauben muss das halbe Mopped zerlegt werden. Ich bin ja nur froh, dass ich dafür den Motor nicht rausnehmen musste.

Insgesamt durften 26 Schrauben weichen, bevor die neuen Fahrrichtungsanzeiger ihren Platz am Mopped finden konnten. Und dabei sind die eigentlichen Halter nur geklemmt und nicht verschraubt.

Dafür hat sich die Mühe gelohnt – die neuen von „Highsider“ sind gut verarbeitet und machen echt was her.

Winterblues

Das neue Jahr hat angefangen und schon nach zwei Wochen hab ich ihn: den Winterblues!

Und da fällt mir doch am Wochenende so ein Video bei Facebook ins Auge – Moppeds auf der Kartbahn. Dabei fiel mir wieder die Veranstaltung „Supermoto für Jedermann“ ein. Schnell mal die Google angeworfen und: Das gibt es ja immer noch, geil!

Kurzentschlossen habe ich jetzt gebucht – alle „offiziellen“ Termine sind zwar ausgebucht, aber aufgrund der Nachfrage ist noch ein Wochenende dazu gekommen. Der 25.03. ist fixiert – 5 Stunden Zeit auf einem Bock die Kartbahn zu umrunden. Das Event ist laut Beschreibung „nix für Anfänger“ – bin ich auch nicht mehr, aber Kondition sei gefragt. Wo nehm ich die jetzt nur her bis Ende März? Egal, der Termin ist später als ursprünglich gewünscht, aber jetzt gibt es Vorfreude bis Ende März und ich kann noch schauen, ob ich etwas Kondition in den nächsten Wochen finde.

Winterflucht 2017 – der Rückblick

Knapp 1200km in etwas weniger als einer Woche. Das war Lagos. Unsere Moppeds waren einmal eine MT-07 sowie eine BMW 700GS. Beide Moppeds fahren, mit beiden kommt man um die Ecke, aber bei beiden klingt der Motor irgendwie wie ein lang anhaltender, feuchter Furz. Beim nächsten mal gibt es dann wohl wieder eine XT660 – die klingt besser und hat auch ordentlich Drehmoment von unten.

Aber ich will nicht groß jammern, die Moppeds waren in technisch gutem Zustand und haben uns eine Woche die Algarve gezeigt.

Allerdings fürchte ich, dass Silke und ich mittlerweile schon ein wenig „versaut“ sind, was so eine Winterflucht angeht. Die Algarve ist ganz nett, wenn man im Winter was mit angenehmer Temperatur zum Moppedfahren sucht. Die Straßen sind nicht unbedingt spektakulär. Kurven gibt es, wenn man von Lagos Richtung Norden, oder nach Spanien fährt. In Richtung Westen befindet sich dann das Ende Europas. Garniert mit Steilküsten und Aussichtspunkten über das Meer.

Das Hinterland ist geprägt von Orangenbäumen, die im Winter auch noch Früchte tragen. Damit hätte ich im Dezember nun echt nicht mehr gerechnet.

 

Silke wollte noch einen kleinen Abstecher zur Rennstrecke kurz vor Lagos machen. Leider hat man uns nicht auf das „Autodromo International de Algarve“ gelassen. Das Tor stand zwar offen, aber der Sicherheitsbeamte dachte sich, dass Mietmopeds wohl nicht für einen kurzen Turn geeignet sind. Tickets zum Fahren gibt es auch erst wieder ab Februar zu kaufen.

Die Innenstadt von Lagos ist vom Tourismus geprägt. Das zeigt sich insbesondere, wenn man am Yachthafen die ganzen Buden sieht die einen Bootstrip zu den Steilklippen anbieten. Der Innenstadtkern sieht schon ganz schön edel aus, aber leider halten einige Restaurants nicht, was deren Verpackung verspricht. Wie so oft, findet man dann auf dem platten Land die authentischen Kneipen, bei denen man die landestypischen und total leckeren Puddingteilchen (Pasteis de Nata)  mit Kaffee für einen gaanz schmalen Geldbeutel.

Abschließend lässt sich wohl sagen: Wer einen menschenleeren Stand sehen möchte, dem kann ich echt empfehlen am 24.12. nach Lagos zu fliegen. Über Weihnachten waren so gut wie keine Touristen da. Allerdings ist auch die Auswahl an Restaurants zwischen dem 24. und 25. Dezember etwas eingeschränkt. Die zerfressenen Steilküsten ist beeindruckend – vor allem, da keine Touristen die Ruhe stören. Mit den Strassen von Gran Canaria kann die Algarve allerdings nicht mithalten. Unsere nächste Winterflucht wird uns daher nicht mehr nach Portugal führen.

Lagos!

Gesucht – Gebucht!

Die Idee mit der Winterflucht hatten wohl noch mehr. Im Reisbüro gibt es zwar viele Hotels, aber viele sind bereits im Zeitraum zwischen Weihnachten und Neujahr gebucht. Aber da wir spezielle Wünsche haben und nicht unbedingt am Strand sein wollen, haben wir dann doch noch eine Unterkunft gefunden. Kriterien: Heizung, Sauna und möglichst wenig Kleinkinder. Daher gibt es jetzt am Yachthafen von Lagos ein Hotel was hoffentlich in unser Raster passt.

Winterflucht Dezember 2017 – Lagos

Zumindest im Reisebüro sah das alles gut aus. Jetzt fehlen nur noch die Moppeds und dann werden wir an Weihnachten an die schöne Algarve fliegen.

 

Winterfluchten

Jetzt weiß ich auch, für was so ein Abend in der Kneipe gut ist. Silke hat sich von einem Kollegen erzählen lassen, das er sein Mopped im Winter nach Spanien verfrachtet um in Jerez im Winter ein paar Runden drehen zu können. Geile Idee! Der Spediteur holt  die Karre ab und dann wird die vor Ort eingelagert. Nun ja – die MT09 ist jetzt nicht gerade das Mopped für die Rennstrecke – aber die Idee der Winterflucht ist gut.

Nach einigen Ideen sind wir jetzt zum Entschluß gekommen, das wir uns die Algarve unter den Weihnachtsbaum legen wollen. Im Kopf hatten wir das ja schon immer, aber bislang noch nicht umgesetzt. Die nächsten Wochen werden wir zusehen, dass wir Moppeds bekommen (leider mal wieder nicht auf den eigenen) – und auch ob es eine bezahlbare Unterkunft für die Tage „zwischen den Jahren“ gibt.

 

Groß-Dölln 2017

Das war mal wieder ein Wochenende!

Die Jungs an der Rappodetalsperre haben einiges getan um den Harz zum attraktiven Ausflugsziel zu machen. Die Megazipline, eine gigantische Hängebrücke, die mit 70m wohl längste Schaukel Deutschlands und Wall-Running machen das Gebiet mittlerweile zum lohnenden Freizeitort. Auf dem Weg nach Groß-Dölln haben wir uns für den Freiflug an der Megazipline über den Stausee entschieden. An einem Stahlseil hängend mit 90km/h ins Tal zu rauschen kommt zwar nicht an Moppedfahren ran, ist aber trotzdem eine schöne Erfahrung.

Danach geht es weiter zum Kurventraining nach Groß-Dölln. Unser Hotel befindet sich erstmals in Zehdenick. Hier ist Zivilisation vorhanden und in der Stadtmitte gibt es eine kleine Auswahl an Bars und Restaurants.
Das Wetter war am Wochenende etwas schwierig. Der erst Trainingstag erfolgt vorwiegend im trockenen, der zweite Tag startet nass, danach gibt es zwei Turns auf trockener Strecke und endet wieder nass. Die Hornet zieht als gelber Freifahrer ihre Runden – und nachdem ich mir ernsthaft Gedanken über meine Schwachstellen auf der Strecke mache, kann ich meine Zeiten am zweiten Tag auch noch einmal deutlich verbessern. Meine persönliche Marke liegt jetzt bei einer 2:07 – und das ist jetzt nicht soo schlecht für eine nackte.
Auch Silke fährt mit der MT09 Zeiten, die mich blass werden lassen – Instruktorgeführt geht es mit Zeiten unter 2:20 um den Kurs. Und am Ende des zweiten Tages (letzter Turn, letzte Runde) landet der auch direkt vor Silkes Nase im Kiesbett. Fahren im nassen ist eben nicht jedermanns Sache 🙂

Besonders freut mich aber, dass sich meine Körperhaltung endlich deutlich verbessert hat. Zwischen den folgenden Bildern liegen ca. 4 Jahre – und harte Arbeit. Aber jetzt kommt der Oberkörper endlich in die richtige Richtung!

Am Montag macht es die Hornet nochmal spannend – beim ersten Tankstopp läuft die Suppe ungehemmt aus meinem Kühler raus. Als Folge der Sturzes in Italien und wohl auch der Quälerei am Wochenende macht der Kühler schlapp. Mit vielen Stops zum Auffüllen der Kühlflüssigkeit geht es zurück. Langsam aber immerhin auf eigenen Rädern erreichen wir Bielefeld. Der neue Kühler wird umgehend bestellt und auch direkt eingebaut.
Groß-Dölln war wie immer ein geiles Wochenende – und diesmal auch mit Regenrunden. Muss ich nicht immer haben, war diesmal aber echt gut!

 

 

Hörnchen ist zurück!

Nach 5 langen quälenden Wochen ist mein Hörnchen endlich zurück und auch schon repariert!


Daher an dieser Stelle nochmal an dickes Dankeschön an Rocco, den Werkstattbesitzer in Italien Luca Daverio, meinen Kollegen in Italien der einen großen Teil zur einfach Rückführung des Moppeds beigetragen hat. Außerdem auch noch Thomas Knaul aus der Hornet Gruppe, dessen komplette Gabel, samt Lampe und Fender jetzt an meinem Mopped seinen Dienst tut.

Und auch noch ein Dickes Dankeschön an Coors-Zweiradtechnik. Obwohl der Urlaub and die Tür klopft, hat Cathi am Wochenende Überstunden gemacht um das Hörnchen für Groß-Dölln fahrbereit zu bekommen! 

DANKE!

Wein & Genuß – der Rückblick

Bella Italia

Wer auf alte Steine, Wein, gutes Essen, kleine Strassen und Kurven steht, der ist in Italien richtig. Von allem gibt es mehr als genug.

Allerdings kam ich mir kruzfristig vor wie in China. Risotto-Reis ist eine der Spezialitäten aus Italien. Und der wird eben im Aostetal angebaut – einen vollen Tag sind wir durch blühende Reislandschaften gefahren. Danach ging es durch die Toskana – rollende Hügel, Zypressen die den Wegesrand säumen – Klischee pur.

Alle schwärmen immer von der Amalfiküste – nett anzusehen, Küstenstrasse ist auch schön zu fahren, aber ich werde mir das beim nächsten mal ersparen. Bei uns war bereits Anfang Juni die Hölle los und der Verkehrsinfarkt droht – das selbst mit dem Mopped oder Roller! Genauso werde ich den Vesuv ignorieren – Geldschneiderei und irgendwie viel zu viel Touristen.

Siena hingegen kann und werde ich nochmal besuchen. Unglaublich viele alte Steine und eine Innenstadt, für die man ruhig mehr als einen Abend spendieren kann! Alleine die Kathedrale ist schon eine Reise wert – und in der Stadtmitte scheint die Zeit vor 300 Jahren stehengeblieben zu sein. Daher wurde hier auch die erste verkehrberuhigte Innenstadt Italiens eingerichtet.

Hier hat sich auch unser GPS Tracker am Mopped zum ersten mal so richtig ausgezahlt. Abends auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt und ein Taxi zum Hotel genommen, welches in dem verkehrsberuhigten Bereich liegt. Auf dem Stadtplan haben wir dann realisiert, dass es mehrere dieser öffentlichen Plätze gibt – also flugs den Tracker angepingt und per Google-Maps den Standort der Moppeds bekommen. Nie wieder werde ich über Menschen lachen, die Ihr Fahrzeug irgendwo abgestellt haben und nicht mehr finden.

Perugia

Warum werden eigentlich alle Städte hier auf Hügel gebaut? Der alte Teil der Stadt ist oben und erschlägt den Betrachter mit den monumentalen Bauten. Jedoch war für mich das eigentliche Highlight die Mini-Metro, die den unteren mit dem oberen Teil der Stadt verbindet. Die Mini-Metro fährt alle 90 Sekunden! Leider schließt die Metro täglich um 21.20 Uhr, so dass bei uns nach dem Abendessen ein unerwarteter Spaziergang fällig wurde.

Essen & Trinken
…wie Gott in Italien. Geplant war, dass wir uns Abends eine Flasche Wein bei gutem Essen teilen – was wir auch oft umgesetzt hatten. Aber das richtig gute Essen gab es fast immer Mittags in einer Bar in einem kleinen Ort am Strassenrand. Genial ist es direkt am Meer selbstgemachte frische Pasta mit Meeresfrüchten zu geniessen.
Bed & Breakfast

DAS war eine der Entdeckungen dieses Trips. Bisher hatte ich von B&B ein bestimmtes Bild im Kopf. Aber die Zimmer die wir in Italien gebucht haben, waren unglaublich gut! Topmodern, gut ausgestattet, geräumig und kostengünstig – teilweise deutlich besser als die angebotenen Hotels. Das beste beste Beispiel hierfür war das Art Studio Six in Campobasso. Einfach nur großartig und die Bilder im Internet spiegeln absolut die Realität wieder. Die B&B können oft nicht über HRS gebucht werden, so dass wir diese über Booking.com gesucht, gefunden und gebucht hatten.

Strassen…

Gibt es im Überfluss – die Berge sind nicht unbedingt hoch, aber dafür gibt es kleine Strassen ohne Ende. Die Routenplanung hatte schon im Vorfeld gezeigt, dass es von hier nach da Touren gibt, die180km lang sind, aber durchaus 400km+ lang werden können. Wer die kleinsten Strassen wählt, kommt sich mit Tempo 40 schon schnell vor. Abends war ich manchmal froh, ein gerades oder schnelleres Stück Strasse zu finden. Der Zustand ist auf den kleineren Strassen eher schlecht als recht, aber das war auch irgendwie zu erwarten.

Tankstellen

Eigentlich ist das Tanken in Italien total entspannt. SB Zapfsäulen mit Karten & Barzahlung an jeder Ecke und manchmal gibt es auch Tankstellen mit Service, wo dann der Sprit nochmal ca. 20 Cent pro Liter teurer ist. Aber je weiter wir nach Süden fahren umso schwieriger wird das. Denn die vielen 24h Selfservice Säulen nehmen unsere Karten entweder nicht mehr an, oder der Kartenschlitz ist gleich komplett zugeklebt. Bleibt oft nur Barzahlung mit kleine Scheinen – aber erst mal kleine Scheine haben! Und wenn, dann bekommt man den Tank entweder nicht voll, oder lässt dann noch ein paar Euro in der Zapfsäule. Einmal ist es Silke sogar passiert, dass der Automat zum Dieb wurde und das Geld einfach verschluckt hat, ohne Sprit auszuwerfen. Dann doch besser eine Tankstelle mit Service in Anspruch nehmen, Tank vollmachen und entspannt weiterfahren.

Auch wenn der Urlaub für mich in diesem Jahr in Kalabrien ein unerwartetes Ende genommen hat: Ich komme auf jeden Fall wieder. Evtl. schon nächstes Jahr um die Wein&Genuß Tour zusammen mit Silke zu beenden.

Autsch!

Das war es dann wohl vorläufig mit der Hornet.

Heute auf einem kleinen Waldweg beim geradeausfahren hab ich das schöne Ding weggeworfen und hab dann rutschend den Italienischen Asphalt geniessen dürfen.

Das Resultat ist ziemlich ernüchternd: Mindestens ein Gabelholm ist verbogen, und das Schutzschild gebrochen. Dann kommen noch so Kleinigkeiten wie Tacho, Lampenmaske und durchgeschliffener LiMa Deckel hinzu. Als wäre das noch nicht genug ist auch der linke Lenkanschlag abgeschliffen.
Die gute Nachricht vorneweg: Meine Klamotten haben ordentlichen Dienst geleistet und ich hab so gut wie nix abbekommen – außer ein paar blaue Flecken, die sich wohl erst im Hotel so richtig zeigen werden.


Silke macht die Tour jetzt erst mal alleine weiter und ich schaue, was der ADAC und die Werkstatt in Italien spricht…