Nicht alles ist perfekt…

Endlich ist der Urlaub da und wir sind auf Madeira gelandet.

Die Landung auf dem Flughafen ist weniger spektakulär als von vielen berichtet wird. Die Landebahn ist mittlerweile lang genug um wirklich gemütlich mit dem Flieger aufzusetzen und die Maschine ausrollen zu lassen.

Wir haben uns am ersten Tag nach der Landung gleich die Moppeds von Magoscar abgeholt. DIe erste Enttäuschung folgt direkt im Büro: Ein Kunde hat sich mit Silkes gebuchten F650 Twin abgelegt und jetzt müssen wir auf eine F650 Einzylinder umsteigen. Schön ist das nicht – aber immerhin haben wir für die Woche zwei Moppeds zur Verfügung.

Die F800 R sieht ja echt schick aus – zugegeben: das Topcase macht die Optik wieder zunichte, aber immerhin haben wir etwas dabei um unsere Karten und sonstwas zu verstauen. Als ich auf dem Mopped aber sitze stelle ich fest das das irgendwie nicht sorecht passen will. In einer Woche werde ich mich aber doch auf diesen Bock anpassen können.

Nach kurzer Einweisung vom Chef geht es dann auch gleich los. Nach den ersten zwei Kurven auf der Hauptstrasse angekommen hör ich ein leichte „Knacks“ und plötzlich fehlt mir der Hebel zum Kuppeln. Ganauer gesagt: der Hebel ist noch da, aber die Kupplung tut es nicht mehr. Also irgendwie im zweiten Gang drehen und zurück zum Moppedverleiher, Glücklicherweise ist das Problem nur eine Kleinigkeit und kann vor Ort binnen zehn Minuten gefixt werden.

Zweiter Versuch und los geht’s.

Wirklich glücklich werde ich mit dem Bock sicherlich nicht. Nach einer halben Stunde tun mir die Handgelenke weh, der Rücken zieht ein wenig und immer wenn ich meine Ballen auf die Rasten stelle ist mir an den Hacken irgendwas im Weg. Und das mit Schuhgröße 41!

Das Mopped ist definitiv von Zwergen entworfen worden. Außerdem klingt der Motor als hätte er Keuchhusten. Von einer BMW hätte ich definitiv etwas anderes erwartet.

Die Insel selbst ist unglaublich grün und es geht in einer Tour hoch und runter. Die Steigungen sind schon heftig. Aber von „Kurvenräubern“ kann hier wirklich keine Rede sein. Zwar sind hier genug Kurven vorhanden, aber der Zustand der Strassen ist – zumindest im Norden der Insel – ziemlich bedauerlich zu nennen. Entweder liegt unendlich viel Schmutz / Laub / Holz auf der Strasse – einer der zahllosen Steilhänge hat sein Geröll auf die Strasse erbrochen, oder aber massive Schlaglöcher säumen die nicht vorhandenen Linie. Ganz zu schweigen von den vielen Wasserfällen die hin und wieder die Strassen überspülen.

Es ist schon fast ein Kampf um von eine Ort zum anderen zu gelangen – die Strassen sind anspruchsvoll zu nennen. Zwar nicht unbedingt von der Geschwindigkeit und Linienführung, sondern mehr von dem etwas „schwierigen“ Belag und de Konzentration die nötig ist um lebend im Hotel anzukommen. Madeira ist also kein Pflaster für ungeübte oder Fahrer die selten mit dem Mopped unterwegs sind.

Irgendwie werde ich auch das Gefühl nicht los als wäre die Insel von Tunneln durchzogen wie ein löchiger Schweizer Käse. Immer wenn ich den Ortsschildern nachfahre, dann landen wir auf einer der Schnellstrassen, die fast nur aus Tunneln bestehen. Und es spielt hier keine Rolle in welche Richtung man fährt – irgendwie ist die Hauptstadt Funchal in allen Richtungen ausgeschildert.

Immerhin haben wir im Hotel jetzt den WLAN Punkt gefunden. Das erleichtert das Abrufen der E-Mails und das Posten der Touren doch erheblich 🙂

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